- Erkrankung
- Hashimoto-Thyreoiditis
- Patientenprofil
- Patientin, 35–44 Jahre, Kanada
- Messskala
- Anti-TPO (niedriger ist besser)
Anti-TPO-Antikörper und TSH im Verlauf von zwölf Monaten: eine kanadische Patientin mit Hashimoto-Thyreoiditis nach einem Autoimmunprotokoll mit MSCs aus der Wharton-Sulze in Istanbul.
Der Rückgang der Antikörper ist ein Surrogatmarker, kein klinischer Endpunkt. Verlauf und Remission der Hashimoto-Thyreoiditis sind individuell sehr unterschiedlich. Dieser Fall schildert die Erfahrung einer einzelnen Patientin und erlaubt keine Vorhersage für andere Patienten.
Anti-TPO-Verlauf
Der Anti-TPO-Titer ist ein serologischer Marker der Autoimmunthyreoiditis. Werte über ca. 35 IU/ml gelten in der Regel als positiv. Ein Rückgang der Antikörper belegt für sich allein keine Beeinflussung des Krankheitsverlaufs, wird aber als Surrogatmarker verfolgt.
| Zeitpunkt | Anti-TPO | Δ zum Ausgangswert |
|---|---|---|
| Ausgangswert | 612 | — |
| Tag 90 | 488 | -124 |
| Tag 180 | 341 | -271 |
| Tag 365 | 287 | -325 |
Hashimoto-Thyreoiditis seit 7 Jahren, stabil eingestellt unter Levothyroxin-Substitution. Trotz euthyreotem TSH anhaltende Müdigkeit und Kälteempfindlichkeit. Anti-TPO zu Beginn: 612 IU/ml.
Zwei intravenöse Infusionen mit MSCs aus der Wharton-Sulze. Vorab strukturierte Autoimmundiagnostik mit Schilddrüsenprofil (TSH, freies T4, freies T3), Anti-TPO, Anti-TG, hsCRP, BSG, Vitamin D und B12. Levothyroxin wurde in der bisherigen Dosis fortgeführt, unter Kontrolle der behandelnden Endokrinologie im Heimatland.
Kontrollen des Anti-TPO an Tag 90, 180 und 365 durch den behandelnden Endokrinologen im Heimatland. Das TSH lag durchgehend im Referenzbereich. Nach eigenen Angaben war die Patientin an Tag 90 weniger müde; an Tag 180 berichtete sie über eine bessere Kältetoleranz.
Bis Tag 365 keine gemeldet.


