Ihre Nachsorge
Hinweise
nach dem Eingriff
Die richtige Nachsorge trägt zu Ihrem Wohlbefinden, zur Heilung und zur natürlichen regenerativen Reaktion des Körpers bei. Mit diesen Hinweisen verläuft Ihre Erholung so reibungslos wie möglich.
Klare Hinweise für eine möglichst unkomplizierte Heilung.

Warum die Nachsorge so wichtig ist
Die Erholungsphase ist fester Bestandteil Ihrer Behandlung. Die natürlichen Heilungsmechanismen des Körpers brauchen Zeit und die richtigen Bedingungen, um wirken zu können.
Leichte Schmerzen und eine vorübergehende Entzündung sind häufige Reaktionen, wenn regenerative Prozesse einsetzen. Jeder Mensch erlebt diese Phase anders – Tempo und Verlauf der Erholung können unterschiedlich sein.
Diese Hinweise ergänzen die konkreten Empfehlungen Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes. Hat Ihr Behandlungsteam Ihnen persönliche Anweisungen gegeben, haben diese immer Vorrang.
Essen & Trinken
- Sie dürfen essen und trinken, sobald Sie sich danach fühlen.
- Verzichten Sie nach dem Eingriff mindestens einen Monat lang vollständig auf Alkohol.
- Rauchen Sie nicht: Tabakkonsum kann die Heilung und die regenerative Reaktion beeinträchtigen.
Ruhe & Erholung
- Ein oder zwei zusätzliche Ruhetage tun gut und sind ausdrücklich empfohlen.
- Leichtes Gehen fördert Durchblutung und Erholung – bauen Sie ruhige Spaziergänge ein, sobald Sie sich dazu in der Lage fühlen.
- Nehmen Sie leichte Alltagstätigkeiten wieder auf, soweit es Ihnen guttut, und achten Sie dabei genau auf die Signale Ihres Körpers.
Pflege der behandelten Stelle
- Leichte bis mäßige Schmerzen an und um die behandelten Stellen sind in den ersten Tagen häufig.
- Die Beschwerden können vorübergehend zunehmen, wenn die entzündliche Heilungsreaktion des Körpers einsetzt – das gehört zum normalen regenerativen Prozess.
- Kühlen Sie die behandelten Stellen in der ersten Woche nicht mit Eis. Gegen Muskelverspannungen oder Schmerzen dürfen Sie Wärme anwenden.
- Halten Sie die Einstichstelle nach dem Eingriff 12 bis 24 Stunden lang sauber, trocken und abgedeckt.
- Duschen ist jederzeit erlaubt. Verzichten Sie jedoch mindestens zwei Wochen lang auf Schwimmen, Whirlpools und Bäder, bei denen die Stelle unter Wasser gerät.
- Melden Sie sich umgehend in der Klinik, wenn innerhalb von 24 Stunden deutlich Wundsekret austritt, es stärker blutet oder Sie Fieber über 38,6 °C (101,5 °F) bekommen.
- Gehen fördert die Durchblutung und kann die Schmerzen in den Tagen nach der Behandlung lindern.
Medikamente & Nahrungsergänzungsmittel
- Verzichten Sie mindestens vier Wochen lang auf nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), da sie die angestrebte regenerative Reaktion stören können. Dazu gehören Aspirin, Ibuprofen (Advil, Motrin) und Naproxen (Aleve).
- Niedrig dosiertes Aspirin („Baby-Aspirin“) oder Paracetamol (Acetaminophen / Tylenol) kann infrage kommen – klären Sie das bitte mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
- Meiden Sie in der frühen Erholungsphase entzündungshemmende Heilpflanzen und Nahrungsergänzungsmittel wie Kurkuma und Arnika.
- Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, ab wann Sie gewohnte blutverdünnende Medikamente wieder einnehmen können.
- Besprechen Sie Fragen zu einzelnen Medikamenten mit Ihrem Behandlungsteam.
- Setzen Sie Statine (z. B. Atorvastatin) und H2-Blocker (z. B. Ranitidin) für zwei Wochen ab, sofern Ihre Ärztin oder Ihr Arzt nichts anderes anordnet.
Schmerzen, Übelkeit & allgemeine Beschwerden
- Manche Patienten spüren sofort eine Linderung, bei anderen stellt sich eine Besserung allmählich über Tage oder Wochen ein.
- Einige Tage mit Schmerzen nach der Behandlung sind häufig und zu erwarten.
- Gegen Beschwerden können Sie Paracetamol (Acetaminophen) einnehmen, wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt zugestimmt hat.
- Haben Sie verschreibungspflichtige Schmerzmittel erhalten, folgen Sie den Anweisungen Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes.
- Leichte Übelkeit, Erbrechen oder leicht erhöhte Temperatur können auftreten und klingen meist innerhalb der ersten Woche ab.
- Trinken Sie ausreichend – genügend Flüssigkeit unterstützt die Heilungsprozesse des Körpers.
- Bei Bedarf kann Melatonin einen erholsamen Schlaf unterstützen.
Bewegung & Sport: Einschränkungen
- Steigen Sie in der ersten Erholungsphase möglichst wenig Treppen.
- Heben Sie in den ersten Wochen nur, was unbedingt nötig ist.
- Verzichten Sie in den ersten zwei bis vier Wochen auf alles, was Schmerzen oder deutliche Beschwerden verursacht.
- Ruhiges Gehen oder leichtes Training auf dem Crosstrainer kann in den ersten sechs Wochen angemessen sein.
- Vermeiden Sie in der ersten Heilungsphase anstrengendes oder gleichförmig wiederholtes Training.
- Verzichten Sie auf Skifahren, Joggen, Basketball, Krafttraining mit Gewichten und Ähnliches, bis Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie dafür freigibt.
Hinweise nach einer Sedierung
- Haben Sie eine Sedierung erhalten, muss Sie jemand zurückfahren, sofern kein von der Klinik zugelassener Fahrdienst bereitsteht.
- Fahren Sie nach der Sedierung mindestens 24 Stunden lang nicht selbst Auto und bedienen Sie keine schweren Maschinen.
- Besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, ob Sie eine Orthese oder eine Überweisung zur Physiotherapie benötigen.
Erholung nach Körperregion
Gezielte Hinweise für die jeweils behandelte Region.
Schulter & Handgelenk
- Verzichten Sie sechs bis acht Wochen lang auf Tennis und andere Schlägersportarten.
- Vermeiden Sie während der Heilungsphase Drückbewegungen über Kopf.
Hüfte, Knie & Sprunggelenk
- Verzichten Sie acht bis zwölf Wochen lang auf Springen, Laufen, Kniebeugen, Drehbewegungen und Übungen an der Beinpresse.
Bandscheibe / Wirbelsäule
- Vermeiden Sie nach Eingriffen an der Wirbelsäule mehrere Monate lang anstrengende Aktivitäten.
- Sanfte Stabilisationsübungen für die Wirbelsäule und leichtes Dehnen von unterem Rücken oder Beinen können angemessen sein, wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt zustimmt.
Wann Sie sich bei der Klinik melden sollten
Wenden Sie sich an Ihr Behandlungsteam, wenn Folgendes auftritt:
Häufige Fragen
Ihr Weg zurück in den Alltag
Heilung braucht Zeit, und jeder Körper reagiert anders. Wenn Sie diese Hinweise befolgen, schaffen Sie die bestmöglichen Voraussetzungen für Erholung und Regeneration.
Ihr Behandlungsteam begleitet Sie in jeder Phase. Melden Sie sich jederzeit, wenn Sie Fragen haben oder etwas Sie beunruhigt.
