Mesenchymale Stammzelltherapie in Istanbul, Türkei
Die klinisch am besten untersuchte Form der regenerativen Zelltherapie. Hier erfahren Sie, wie mesenchymale Stammzellen wirken, woher sie stammen, bei welchen Erkrankungen sie unterstützend eingesetzt werden und wie wir MSC-Programme in unserer Klinik in Istanbul durchführen.

Was ist eine mesenchymale Stammzelltherapie?
Die mesenchymale Stammzelltherapie ist ein Verfahren der regenerativen Medizin, bei dem multipotente Stromazellen – mesenchymale Stammzellen (MSCs) – eingesetzt werden, um die Gewebereparatur zu unterstützen, das Immunsystem zu modulieren und Entzündungen zu verringern. Je nach klinischem Ziel verabreichen wir die MSCs intravenös, intrathekal, intraartikulär oder als lokale Injektion.
Ihre therapeutische Wirkung entfalten MSCs vor allem über parakrine Signalgebung, also über die bioaktiven Moleküle, die sie abgeben – und nicht dadurch, dass sie sich dauerhaft im Gewebe ansiedeln. MSCs schütten Wachstumsfaktoren, entzündungshemmende Zytokine und Exosomen aus, die ihr zelluläres Umfeld beeinflussen und die körpereigenen Reparaturmechanismen aktivieren.
So wirken mesenchymale Stammzellen
Parakrine Signalgebung
MSCs schütten Wachstumsfaktoren (VEGF, HGF, IGF-1, BDNF), entzündungshemmende Zytokine (IL-10, TGF-β) und Chemokine aus, die die Gewebereparatur vor Ort steuern.
Immunmodulation
MSCs wirken auf T-Zellen, B-Zellen, NK-Zellen und Makrophagen ein und verschieben das Immungeschehen von entzündlich hin zu regulierend und reparaturorientiert.
Freisetzung extrazellulärer Vesikel
MSCs verpacken bioaktive Fracht – Proteine, mRNA, microRNAs – in Exosomen, die auch entfernte Gewebe erreichen und dort die Genexpression modulieren.
Gewebe-Homing
Infundierte MSCs wandern bevorzugt dorthin, wo Verletzungen, Entzündungen oder Sauerstoffmangel bestehen – also dorthin, wo ihre parakrinen Signale am stärksten wirken.
Neurotrophe Unterstützung
Bei neurologischen Indikationen liefern MSCs und ihre Exosomen BDNF, NGF und GDNF und unterstützen so das Überleben von Nervenzellen und die synaptische Funktion.
Multipotente Differenzierung
MSCs können sich zu Knochen-, Knorpel-, Muskel- und Fettzellen entwickeln. Der klinische Nutzen beruht jedoch überwiegend auf parakrinen und immunmodulierenden Effekten, nicht auf dieser direkten Differenzierung.
Woher mesenchymale Stammzellen stammen
MSCs lassen sich aus verschiedenen Geweben gewinnen. Die Quelle hat großen Einfluss auf Zellpotenz, Skalierbarkeit und klinische Leistungsfähigkeit.
| Quelle | Zellpotenz | Hinweise |
|---|---|---|
| Nabelschnur (Wharton-Sulze) | Am höchsten | Neonatal – längste Telomere, stärkste parakrine Aktivität, immunprivilegiert. Standard bei TurkeyStemcell. |
| Knochenmark | Mittel | Adulte MSCs – nachgewiesene Sicherheit, aber geringere Ausbeute, größere Unterschiede zwischen Spendern und invasive Entnahme. |
| Fettgewebe | Mittel | Adulte MSCs, per Fettabsaugung gewonnen. Höhere Ausbeute als aus Knochenmark, aber größere Unterschiede zwischen Spendern. |
| Plazenta / Amnion | Hoch | Neonatale Quelle mit hoher Zellpotenz, klinisch und in der Versorgung jedoch nur begrenzt verfügbar. |
| Zahnpulpa | Variabel | Neue klinische Quelle – überwiegend noch im Forschungsstadium. |
TurkeyStemcell setzt in allen klinischen Protokollen MSCs aus der Wharton-Sulze ein. Mehr dazu auf unserer Seite über Stammzellen aus der Wharton-Sulze.
Erkrankungen, bei denen wir eine MSC-Therapie prüfen
Häufige Fragen
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